Eine intensive und erlebnisreiche Woche am Paragliding World Cup in Gemona geht zu Ende. Ich hoffe, ich konnte euch mit meinen täglichen Berichten einen kleinen Einblick in die faszinierende Welt des Wettkampffliegens geben und euch die Begeisterung für diesen Sport etwas näherbringen.
Für mich persönlich war dieser Weltcup etwas ganz Besonderes. Nach 18 Jahren Wettkampfpause wollte ich vor allem herausfinden, wo ich heute im internationalen Vergleich stehe. Alle, die mich kennen, wissen, dass ich in den letzten Jahren durch die Flugschule deutlich weniger Zeit zum freien Fliegen hatte. Entsprechend war ich selbst sehr gespannt, was möglich sein würde.
Mit meinem Resultat bin ich sehr zufrieden. Besonders wenn man bedenkt, dass meine Vorbereitung gerade einmal aus zwei bis drei Trainingsflügen und einem Lauf an der Schweizer Meisterschaft bestand. Dort wollte ich in erster Linie herausfinden, ob mir das Material überhaupt liegt. Übrigens waren das die ersten Flüge meines Lebens mit einem modernen Zweileiner-Wettkampfschirm – zu meiner aktiven Weltcupzeit wurden noch ausschliesslich Dreileiner geflogen. 😉
Ob und wann ich wieder an einem Weltcup teilnehmen werde, ist im Moment noch offen. In den kommenden Wochen werde ich mir überlegen, ob und wie ich mir künftig genügend Zeit für eine seriöse Vorbereitung und die Wettkämpfe selbst freinehmen kann. Wer auf diesem Niveau vorne mitfliegen und um Spitzenplätze kämpfen möchte, muss sich während eines Wettkampfs vollständig auf das Fliegen konzentrieren können – sowohl fliegerisch als auch mental.
Was aber auf jeden Fall bleibt, sind unvergessliche Erinnerungen: an die beeindruckende Landschaft rund um Gemona, an die spannenden Wettkämpfe, an die grossartige Stimmung im Schweizer Team und an viele schöne Begegnungen mit Pilotinnen und Piloten aus aller Welt.
Ein ganz herzliches Dankeschön geht aber auch an euch! Es hat mich riesig gefreut, wie viele von euch den Blog verfolgt, beim Live-Tracking mitgefiebert und mir während der Woche Nachrichten geschickt oder die Daumen gedrückt haben. Eure Unterstützung hat mich immer wieder motiviert und war gerade an den schwierigen Tagen eine grosse Freude.
Ich freue mich schon darauf, euch bald wieder in der Luft oder bei der Flugbasis zu treffen.
Liebe Grüsse Andy
Damit endet der PWC Gemona Blog 2026. Vielen Dank fürs Mitlesen – vielleicht gibt es ja schon bald wieder einen Wettkampf, von dem ich live berichten darf. 🪂
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Der 1. August ist da, und mit ihm der letzte Task dieser Weltcup-Woche. Nach sechs intensiven Tagen mit langen Streckenflügen, Talquerungen und wechselhaftem Wetter steht heute die Schlussrunde an, für viele Piloten die letzte Chance, sich in der Gesamtwertung noch nach vorne zu schieben. Der Task: Race to Goal, 70.2 km optimiert (156.4 km über die…
Heute stand ein rund 80 Kilometer langer Task auf dem Programm. Wegen der für den Nachmittag prognostizierten Gewitter entschied sich das Task-Komitee für eine etwas kürzere Strecke als an den Vortagen. Die Route führte zunächst entlang der Bergketten nach Norden, anschliessend ins Flachland und später nochmals zurück in die Berge, bevor der Endanflug gegen den Talwind ins Ziel erfolgte.
Sechs Tasks in sechs Tagen, heute geht’s weiter, und langsam zeichnet sich ab, wer in Gemona wirklich um den Sieg mitfliegt. Ganz vorne liefern sich der Franzose Baptiste Lambert und der Mazedonier Martin Jovanoski ein enges Duell an der Spitze. Andy Aebi hat sich derweil in den Top 20 festgesetzt mit Rang 19, mit Luft nach oben, sollte heute…